Wenn Engel lachen … Die Liebesgeschichte(n) der Katharina von Bora

Wenn Engel lachenWittenberg, im Jahr 1524: Die entlaufene Nonne Katharina von Bora hat sich unsterblich verliebt – in den Nürnberger Patriziersohn Hieronymus Baumgartner. Mutig bittet sie den bekannten Professor Martin Luther, der Familie ihres Angebeteten einen Brief zu schreiben. Und der Reformator erklärt sich auch dazu bereit; wenn Katharina ihrerseits ein gutes Wort für ihn bei ihrer Freundin Ava einlegt. In die hat der große Denker sich nämlich verguckt.
Doch während die beiden im Atelier von Lukas Cranach versuchen, ihr Beziehungsleben in den Griff zu bekommen, droht die Reformation gerade zu scheitern – an machthungrigen Politikern, aufständischen Bauern, schwärmerischen Splittergruppen und übereifrigen Pfarrern.
Miriam Küllmer-Vogt, von der Presse als Ausnahmetalent gelobt, bringt die junge Katharina in diesem „Reformatorischen Kammer-Musical“ voller Witz und Leidenschaft, temperamentvoll und energiegeladen auf die Bühne. Ein Feuerwerk an Ausdruck und Charisma. Mit brillanter Stimme und mitreißendem Spiel verzaubert sie ihr Publikum, bezieht es charmant in das Geschehen mit ein und entführt es auf diese Weise in die aufregende Zeit der Reformation. Begleitet wird sie von Gernot Blume am Klavier.

Herzliche Einladung zum Kammermusical am Sonntag, 12. März um 18 Uhr in der evangelischen Kirche Bickenbach.
Der Eintritt ist frei! Um Spenden wird gebeten!

Christoph Sames

Ökumenisches Seminar – Stolpersteine der Reformation

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers. Sie waren ein entscheidender Schritt in dem Prozess, der heute als „Reformation“ bezeichnet wird.
Die Auswirkungen dieses Prozesses reichen bis in unsere Zeit hinein. Denn das, was im 16. Jahrhundert von Wittenberg ausging, hat Deutschland, Europa und die Welt verändert. Freilich hat die Reformation auch ihre Schattenseiten und führte letztlich zu einer Aufspaltung in verschiedene Richtungen und Konfessionen. Die Folgen davon sind noch heute wirksam, obwohl manche Anstrengungen unternommen wurden, um Gräben zu überbrücken.

Mit unserem Seminar wollen wir einige „Stolpersteine der Reformation“ näher beleuchten. Dabei kommen sowohl interreligiöse wie auch interkonfessionelle Fragestellungen in den Blick. Und es wird deutlich, wie wir an manchen Stellen noch heute an den Altlasten religiöser Konflikte zu tragen haben, die vor Jahrhunderten aufgebrochen sind.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

 Download Flyer – Ökumenisches Seminar

Was ist denn fair? Weltgebetstag 2017 von den Philippinen

Titelbild zum Weltgebetstag 2017: "A Glimpse of the Philippine Situation" von der philippinischen Künstlerin Rowena Apol Laxamana Sta Rosa

Titelbild zum Weltgebetstag 2017: „A Glimpse of the Philippine Situation“ von der philippinischen Künstlerin Rowena Apol Laxamana Sta Rosa

„Was ist denn fair?“ Direkt und unvermittelt trifft uns diese Frage der Frauen von den Philippinen. Sie lädt uns ein zum Weltgebetstag 2017 – und zum Nachdenken über Gerechtigkeit. Gebete, Lieder und Texte von philippinischen Christinnen werden am 3. März rund um den Globus wandern. Dann dreht sich in Gemeinden in über 100 Ländern der Erde alles um den Inselstaat in Südostasien.
Die über 7 000 Inseln der Philippinen sind trotz ihres natürlichen Reichtums geprägt von krasser Ungleichheit. Viele der über 100 Millionen Einwohner leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Landreformen oder Umweltschutz engagiert, lebt nicht selten gefährlich. Ins Zentrum ihrer Liturgie haben die Christinnen aus dem bevölkerungsreichsten christlichen Land Asiens das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg (Mt. 20, 1-16) gestellt. Den ungerechten nationalen und globalen Strukturen setzen sie die Gerechtigkeit Gottes entgegen.
Ein Zeichen globaler Verbundenheit sind die Kollekten zum Weltgebetstag, die weltweit Frauen und Mädchen unterstützen. In den Philippinen engagieren sich die Projektpartnerinnen des Weltgebetstags Deutschland u. a. für die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Selbstbestimmung von Frauen, für ökologischen Landbau und den Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Kindern.
Philippinische Frauen der Pilipino Prayer Group (eine Gruppe der Katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius) unterstützen dieses Jahr die ökumenische Vorbereitungsgruppe vor Ort mit Einblicken in ihre Kultur und ihre Landesküche am Freitag, den 3 März.

Wir laden Sie herzlich ein:
17.00 Uhr Ausstellung und Landesinfos im Bischof-Colmar-Haus
18.30 Uhr Gottesdienst in der Hl. Geist Kirche im Anschluss Gesprächen bei Kostproben aus der Landesküche

Lisa Schürmann (Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V) und
Franziska Siebel

Orgel in Malchen muss saniert werden

04 Orgel in Malchen muss saniert werden

Orgel Malchen

Größere Arbeiten stehen bei der Orgel in der Malcher Kirche an. Sie ist innen stark verstaubt und weist leichte Spuren von Schimmelbefall auf. Es soll daher eine bessere Zugänglichkeit für Arbeiten im Innenteil der Orgel hergestellt werden, damit z. B. der Gebläsemotor ohne ein komplettes Vorrücken der Orgel gewartet werden kann.
Zu den weiteren Arbeiten gehören u.a. Ausbau und Überarbeitung des gesamten Pfeifenwerks, Überprüfung der Windlade auf Undichtigkeiten, Arbeiten im Bereich der Windkanäle, des Gebläses und des Balges, sowie eine Verbesserung der Spieltraktur. Außerdem sollen die Manualtastenbeläge überarbeitet werden. Wünschenswert wäre auch eine Vergrößerung des Abstands der Registerhebel.
Das Instrument, eine Stiftung der Malcher Bürgerin Louise Haese, wurde 1955 von der Ludwigsburger Firma E.F. Walcker hergestellt und kostete damals 4900 DM. Seit der großen Generalsanierung der Malcher Kirche in den 1980er Jahren sind die jährlich vorgeschriebenen Wartungen wohl nicht immer mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführt worden, wie Dekanatskantorin Marion Huth nach dem Zusammenschluss der beiden Kirchengemeinden feststellen musste. Der Kirchenvorstand lies sich daher 2016 von einigen Orgelbauwerkstätten Kostenvoranschläge zur Sanierung vorlegen, die anschließend vom Orgelsachverständigen der EKHN gutachterlich bewertet wurden. Der Kirchenvorstand folgte im Dezember seiner Empfehlung und fasste den Beschluss, die rheinhessische Firma Rainer Müller mit der Orgelsanierung zu beauftragen, unter der Voraussetzung, dass der von einer noch zu benennenden Gruppe zu erstellende Kosten- und Finanzierungsplan für die Sanierung in Höhe von rund 16.400 bis maximal 20.000 Euro vom Kirchenvorstand sowie kirchenaufsichtlich genehmigt wird.
Die notwendige Sanierung ist für die Kirchengemeinde Seeheim-Malchen aus laufenden Haushaltsmitteln allein nicht zu finanzieren. Mittel der Landeskirche werden beantragt werden müssen. Aber auch das wird nicht reichen. Deswegen ist die Gründung eines Arbeitskreises nötig, der sich Gedanken darüber macht, wie das Projekt „Orgelsanierung“ mit Spendenaktionen über die Bühne gebracht werden kann. Vielleicht findet sich ja auch ein wohlmeinender Großspender, der die Kirchengemeinde unterstützt – genau wie damals Louise Haese.

Interessierte, die die Kirchengemeinde auf dem Weg der Orgelsanierung voranbringen wollen, mögen bitte mit dem Büro der Kirchengemeinde Kontakt aufnehmen.

Michael Maxin

Sanierungsstau im Pfarrer-Reith-Haus

Pfarrer-Reith-Haus

Pfarrer-Reith-Haus

Das 1992 eingeweihte Pfarrer-Reith-Haus (PRH) ist in die Jahre gekommen und bedarf vieler barmherziger Samariter, um weitere Jahre der Kirchengemeinde dienen zu können. Rund 90 Positionen umfasst der Maßnahmen-Katalog der nun vom Architektenbüro Happel kalkuliert wurde: auf rd. 160.000 Euro belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten. Größter Einzelposten sind der Ersatz der maroden Fenster im Dachgiebel mit rd. 29.000 Euro. Gefolgt von Maler- und Tapezierarbeiten mit 25.000 Euro. Ersatz verschlissener Tür- und Fensterbeschläge, Reparatur beschädigter Rollos und Faltwände, Parkettaufarbeitung sowie Fußböden-Grundreinigungen, aber auch neuen Bauvorschriften anzupassende Geländer sind weitere Beispiele. Dazu kommen noch notwendige Maßnahmen für bessere Raumakustik oder Beleuchtungsmodernisierung. Unsere Gemeinde kann zwar für bestimmte Vorhaben Zuschüsse der Landeskirche erwarten, wird jedoch den ganz überwiegenden Teil selbst finanzieren müssen.
Die Stiftung „Laurentius-Kirche“, deren Hauptzweck die Erhaltung der Gebäude unserer Gemeinde ist, hat ihre 2016 erwirtschafteten Erträge von 16.000 Euro bereits für das Vorhaben zur Verfügung gestellt. Das sind aber nur 10 % der Gesamtkosten. Wir freuen uns daher über jede Spende, besonders natürlich über eine Zustiftung zur direkten Stärkung des Stiftungskapitals.

Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
Verwendungszweck: Stiftung Laurentiuskirche –
„Zustiftung“ oder „PRH-Sanierung“ angeben.
IBAN DE39 5089 0000 0037 1790 19.

Gern nennen wir auch konkrete Teilvorhaben, wie z.B. Lausprecheranlage (10.500,-) für den Gemeindesaal, falls ein Spender die kompletten Kosten übernimmt, was wir auch mit Gedenkplaketten im Foyer würdigen würden.

Hans Hrausek

Ausstellung „Drum immer weg mit ihnen!“

Ausstellung vom 13. Bis 24. Februar
Eröffnung am 9. Februar, 19:30 Uhr
Mit einem Einführungsvortrag von Pfrin. Andrea Thiemann Bickenbach 

Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag
von 16.00 – 18.00 Uhr im
Pfarrer-Reith-Haus
Im Weedring 47 in Seeheim

Gleichzeitig kann die Ausstellung über den Heppenheimer Religionsphilosophen Martin Buber besichtigt werden:
„Über Person und Ideen Martin Bubers“

Pfarrer Michael Klesy stellt sich vor

Michael Klesy

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich habe die große Freude, mich Ihnen als Ihr neuer Pfarrer in Seeheim und Malchen für die Übergangszeit bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle einmal kurz vorzustellen.
Mein Name ist Michael Klesy, ich bin 59 Jahre jung, habe zwei erwachsene Kinder, bin seit dem vergangenen September jetzt auch Opa und lebe in Dreieich-Götzenhain.
Stationen meines Lebensweges waren nach der Schulzeit zunächst eine Ausbildung zum Stuckateur, Zivildienst in einem Kinderheim, Abitur, Studium in Mainz und Tübingen, Lehrvikariat in Offenbach-Bürgel bei Pfr. Willfried Ostheim, der inzwischen hier im Dekanat als Ruhestandspfarrer lebt. Anschließend war ich dann als Gemeindepfarrer in Biedenkopf-Wallau, Biebertal und Obertshausen tätig.
Meine Motivation zum Pfarrberuf ist ganz wesentlich geprägt durch das persönliche Bekenntnis des Apostels Paulus am Anfang seines Römerbriefes, das mir bei meiner Konfirmation mit auf den Weg gegeben wurde:

Röm. 1,16: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.“

Ich freue mich sehr über eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen in allen Bereichen kirchengemeindlicher Arbeit, viele anrührende Gottesdienste, herzliche Begegnungen, persönliche Kontakte und gute Gespräche! Gott, der Herr, segne Sie, Ihre Familie und die ganze Gemeinde!

Ihr Pfarrer Michael Klesy

Lebendiger Adventskalender 2016

Lebendiger Adventskalender in Malchen unter der Dorflinde

Lebendiger Adventskalender in Malchen unter der Dorflinde

Die Premiere des „Lebendigen Adventskalenders“ in Seeheim und Malchen fand großen Zuspruch. Zu ganz unterschiedlichen Programmen der verschiedenen Gastgeber kamen jedes Mal zwischen 10 und 30 Besucher, um gemeinsam zu singen, eine Weihnachtsgeschichte, ein Gedicht oder auch ein kleines Theaterstück zu hören und zu sehen und vor dem geschmückten Adventsfenster bei Punsch, Glühwein, Gebäck, Kuchen oder heißer Suppe anschließend miteinander ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise wurden Begegnungen und Gespräche ermöglicht und Menschen zusammengebracht, die sich sonst vielleicht nicht getroffen hätten.

Martina Graf

Ökumenisches Seminar: Stolpersteine der Reformation

Worum es geht:
Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers. Sie waren ein entscheidender Schritt in dem Prozess, der heute als „Reformation“ bezeichnet wird. Die Auswirkungen dieses Prozesses reichen bis in unsere Zeit hinein. Denn das, was im 16. Jahrhundert von Wittenberg ausging, hat Deutschland, Europa und die Welt verändert.

Freilich hat die Reformation auch ihre Schattenseiten und führte letztlich zu einer Aufspaltung in verschiedene Richtungen und Konfessionen. Die Folgen davon sind noch heute wirksam, obwohl manche Anstrengungen unternommen wurden, um Gräben zu überbrücken.

Mit unserem Seminar wollen wir einige „Stolpersteine der Reformation“ näher beleuchten. Dabei kommen sowohl interreligiöse wie auch interkonfessionelle Fragestellungen in den Blick. Und es wird deutlich, wie wir an manchen Stellen noch heute an den Altlasten religiöser Konflikte zu tragen haben, die vor Jahrhunderten aufgebrochen sind.

Zu diesen Seminarabenden laden wir Sie ganz herzlich ein und freuen uns auf Ihre kritische Teilnahme und anregende Begleitung.

9. Februar 2017, 19.30 Uhr
„Drum immer weg mit ihnen!“ – Luthers Sündenfall gegenüber den Juden
Ausstellung und Eröffnung mit einem Vortrag von Pfrn. Andrea Thiemann, Bickenbach
Ort: Pfarrer Reith Haus, Weedring 47, Seeheim

23. Februar 2017, 19.30 Uhr
Was ist eigentlich evangelisch? – Reformiert, lutherisch, uniert, freikirchlich
Gesprächsabend mit Impulsvortrag von Pfr. i. R. Dr. Alfred König
Ort: Freie Evangelisch Gemeinde, Bahnhofstr. 1, Jugenheim

16. März 2017, 19.30 Uhr
Wie reagierte die Katholische Kirche auf die Anliegen der Reformation – bis heute?
Referent: Dr. Alexander Nawar
Ort: Bischof Colmar Haus, Pestalozzistr. 25, Seeheim

An allen drei Seminarabenden wollen wir im Anschluss an den Vortrag auch miteinander ins Gespräch kommen.

Zeit, Ort und Kosten
Die Seminarabende finden immer donnerstags um 19.30 Uhr statt.
Bitte beachten Sie die wechselnden, jeweils angegebenen Orte.
Die Teilnahmegebühr beträgt pro Abend 2,00 EUR.